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Was bei D2 besser lief als bei D3 (Community-Aktion)
#1
Heyho Smile

Im anderen Thread wurde so gut zusammengefasst, was bei D2 alles besser lief als bei D3, dass ich direkt die Idee hatte, hier eine Zusammenfassung zu starten.

Ziel: Möglichst viele Punkte zusammenfassen, die wir dann gebündelt als Diablo-3.net-Community an das offizielle Forum weiterreichen. Ich würde es wahrscheinlich ins Deutsche und US-Amerikanische Forum setzen.

Über rege Beteiligung würde ich mich freuen. Hier geht es nicht darum aus D3 wieder ein D2 zu machen. Aber die Spielprinzipien sind einfach deckungsgleich und D3 hat einige klaffende Lücken. Wenn man die Lücke benennt und danach deutlich macht, warum es diese in D2 nicht gab, kann man vielleicht ein bisschen den Entwicklern unter die Arme greifen.

Ich werde mal den Anfang machen und mit den bereits genannten Punkten im anderen Thread beginnen.

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D3-Problem: Farmen erscheint sinnlos
D2-Situation: Es war möglich durch reine Zeitinvestition ins Farmen seinen Charakter zu verbessern und Fortschritt zu erkennen
Problemlösung: Belohnungssysteme integrieren, die kurz- und mittelfristig das Farmen direkt belohnen

D3-Problem: Kein Handel
D2-Situation: Es wurde gehandelt, die stärksten Währungen haben sich durchgesetzt, mit Handel konnte man sich effektiv steigern
Problemlösung: Auktionshaus ist keine Handelsplattform, es ist nur eine Möglichkeit das Wunschitem einzugeben und dann im Zweifel zu kaufen. Gegenstände integrieren (Runen, Juwelen, Essenzen), mit denen man allein durch den Fund selbst schon Werte in der Hand hält, die man zum Handel nutzen kann.

D3-Problem: Inflation der Gegenstände, selbst krasseste Items verlieren an Wert
D2-Situation: Beste Items waren ätherisch, gingen also zu Bruch und wurden so aus dem Spiel entfernt. Am beliebtesten waren ätherische Runenwörter.
Problemlösung: Ätherische Gegenstände einführen, Reparaturkosten drastisch erhöhen oder mit gewissen farmbaren Essenzen kombinieren

D3-Problem: Einseitigkeit von Edelsteinen
D2-Situation: Juwelen, Runen, Runenwörter, Edelsteine waren größtenteils balanced
Problemlösung: Juwelen, Runen, Runenwörter integrieren. Edelsteine exakt ausbalancieren. Bei einem Char mit 25 % Crit und 200 % Critdmg müssen alle Edelsteine dieselbe gute Wahl sein. Etwa: Rubin +100 Min/Max-Schaden, Smaragd +70 % Critdmg, Topas 4000 Dornenschaden, Amethyst 1 % LL. (Beispiel)

D3-Problem: Viele Uniques sind nutzlos.
D2-Situation: Alle Uniques waren irgendwo sinnvoll, was auch größtenteils dem breiten Levelspektrum geschuldet war. Low-Level-Uniques konnte man aufwerten.
Problemlösung: Uniques müssen ALLE (ausnahmslos) an Bedeutung gewinnen. Auch 58er, auch 45er. Zum Beispiel durch Low-Level-PvP, durch die Möglichkeit Uniques im Horadrimwürfel aufzuwerten. Loot 2.0 geht in die Richtung.

D3-Problem: Keinerlei Charaktervielfalt.
D2-Situation: Charaktere waren recht individuell. Synergien und Verskillgefahr trugen dazu bei, dass jeder Charakter anders war.
Problemlösung: Umskillen abschaffen oder nur einmal im Monat erlauben. Alternativ für jeden Tag, den ein Charakter nicht umskillt einen Bonus für MF/GF/Speed/etc. verpassen.

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Das sind jetzt die Ideen, die ich aufgeschnappt hab. Da D2 bei mir lang lang her ist, bitte auch Verbesserungsvorschläge bringen, was die einzelnen Situationen/Probleme/Problemlösungen angeht! Da bin ich sicher kein Messias.

Vielleicht bekommen wir ja ne kleine Liste zusammen und können Ende August was bei Blizzard einreichen. Ich bin gespannt. Smile
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#2
Wenn Blizzard mit dem Addon Reaper of Souls der gleiche Streich gelingen mag wie bei Lord of Destruction, und dafür bete ich jetzt einfach mal, so empfinde ich die Aussage "was bei D2 besser lief als bei D3" etwas zu voreilig getroffen, wenn man bedenkt, dass erst mit der damaligen Erweiterung Runen, Juwelen, ein Haufen guter Uniques und Co. hinzugekommen sind. Aber alles in allem brauch man nur von PoE abzuschreiben, was die Kernelemente betrifft, und diese in abgewandter und angepasster Form bei D3 integrieren.

Punkt 1 (farmen erscheint sinnlos) und Punkt 2 (kein Handel) gehen schon mal per se Hand in Hand. So habe ich in PoE feststellen müssen, und das obwohl ich dem Genre ansich nicht mehr so verschrieben bin wie damals, dass mir das Farmen trotz dieser Tatsache eigentlich recht viel Freude bereitet konnte. So habe ich hier wieder die nostalgische Form des Bossruns entdeckt, etwas was mir in D3 nicht sonderlich viel Unterhaltung einbrachte. Faktoren dafür waren natürlich auf der einen Seite der allgemein schlechte Loot (Uniques, Rares), den man dann leider auch nicht beim heimischen Schmied verbessern konnte bzw. kann, zum anderen aber auch die permanente Einnahmequelle namens Gold. Und hier ist ansich der größte Fehler, den Blizzard je gemacht hat: Besagte, gelblich schimmernde Münzen als Hauptwährung einführen (und Runen nicht als aufwertbaren Loot droppen zu lassen, wie es die anfänglichen Konzepte zeigten).

Ein permanant fallengelassenes, automatisch eingesammltes und immer indentisches Item wird halt, bei einem Spiel in dem es darum geht, Monster für Belohnungen zu schlachten, vom Gehirn und dessen Unterhaltungszentrale, mit dem Bezug der Erwartung und Einstellung als Spieler auf solch ein Genre, irgendwann als langweilig eingestuft - jedenfalls habe ich dies so empfunden. Nein, ich habe bisher kein Freudenschrei ausgestoßen oder wurde von Glückshormonen überschwemmt, wenn mal 1.000x mehr Münzen auf den Boden lagen als angenommen. Nicht zuletzt, weil mein digitaler Alter-Ego diese ja eh, wie bereits erwähnt, automatisch aufhebt und ich diesem deshalb sowieso keine Beachtung schenken vermochte.

Von dem stetig wachsenden Sparkonto wurde sich dann mit feinsäuberlicher Genauigkeit das passende Item der Begierde im AH rausgesucht, es taumelte sich ein kurzer Anschwall an Befriedigung auf, die aber genauso schnell wieder verging, wie sie kam. Im Grunde genommen ist das AH wie MCDonalds: Man hat zuviel Geld, holt sich was Dickes, und hey, es schmeckt auch gut, macht ja immerhin 100DPS mehr, aber am Ende des Tages hätte man sich von der Kohle auch eine Woche ernähren können. Und am nächsten Morgen hat man wieder hunger - wäre man doch lieber gleich einkaufen gegangen und hätte sich zu Hause für zwei Tage was gekocht. Leider klappt das mit dem Kochen/Craften in D3 ja noch nicht allzu gut, also stehe ich wieder vor dem gleichen Problem: Farmen, mit schlechten Drop und ein uninteressanten Handelsware.

PoE hats richtig gemacht: ALLES ist Randomloot. Von den Skills bishin zu den unterschiedlichen Währungen, bei der man auch noch abschätzen muss, ob man jene dazu verwendet ein Item zu craften oder diese für ein Equipment seiner Wahl eintauschen mag. And thats the right thing in a game where "everything is about the loot". Somit macht das Farmen wieder Spaß, weil du halt nie weißt, ob was droppt, wann was droppt und welches Item überhaupt droppt. Entweder kommst du nach einem Run mit vollen Taschen zurück oder du gehst halt eben leer aus. Obwohl, nein, letztes stimmt auch nicht so ganz: In PoE geht man im Grunde genommen fast nie nur mit überflüssigen Schrott nach Hause, da man eben durch das Craftingsystem selbst aus weißen Items etwas Nützliches zusammenschustern kann. Natürlich kann sich PoE das alles erlauben, weils keine 10 Millionen Spieler ansprechen möchte/muss, aber es verfolgt die richtigen Ansätze für so eine Art von Spiel: Loot, Loot und noch mehr Randomdinge die auf den Boden fallen und zu übertrieben dargestellten 50% auch wirklich nützlich sind. Ansich ist es DAS Loot-Spiel - fast perfekt umgesetzt und ausgeführt.

Da ich aber bezweifeln mag, dass sie zu der aktuellen Hauptwährung (Gold) noch andere hinzufügen werden (Juwelen, Runen, etc.), da sie ja somit den ganzen bestehenden Markt und dessen laufende Wirtschaft verändern und diese komplett auf den Kopf stellen würden, gesellt sich zu Punkt 2 (kein Handel) der Verbesserungsvorschlag aus Punkt 3 (Reparaturkosten drastisch erhöhen) hinzu. Gold muss wichtiger werden. Nur WIE ist die Frage. Und eine schwere Frage. Wie gestaltet man Gold interessanter? Wobei, ich muss meine erste Aussage revidieren: Es geht prinzipell nicht darum, dass diese Währung durch die immense Erhöhung von Reparturkosten, was ich zusammen als ziemlich sinnlos und nervigtötend erachten würde, aus der Wirtschaft des einzelnen Spielers zu entfernen, sondern vielmehr darum, diesem essenziellen Gut ein positives Feedback zu geben. Weil erhöhst du einfach die Repkosten, ändert das ja rein garnichts am System - gut, außer das du noch mehr farmen musst oder die Preise im AH dementsprechend fallen. Und Gold bleibt weiterhin der absolut arschlangweiligste Drop im Game.

Ansatz Nummer 1 wäre Gold nur in entsprechenden Kisten oder von den Schatzgoblins droppen zu lassen, die dann somit wieder an Wichtigkeit gewinnen würden. Dem ganzen sozusagen einem gewissen Randomfaktor zuschreiben, eine Seltenheit. Reparaturkosten komplett abschaffen, ein anständiges Craftingsystem dahinter und schon freut man sich, weil man 1000 Münzen gefunden hat und man somit sein nicht allzu gutes Rare-Item upgraden/rerollen kann. Aber dafür ist es jetzt zu spät und ich hab auch keine Ahnung, ob dies so funktionieren könnte. Immerhin wäre es eine Idee, um dieses Itembelohnungsgefühl beim Farmen zu verbessern - und man freut sich über Goldkisten, was ich bisher auch noch nie gemacht habe. Andere Idee für Gold wäre besagtes Craftingsystem, womit man sein Equip verbessern kann. Zahlst 100.000, dafür kriegt die Waffe einen Damageboost. Somit muss man nicht immer ins AH laufen, wenn man nichts passendes findet. Halt klassische Verzauberungen durch die Mystikerin.

Das einzige was bleibt sind also die allgemeinen Items und hier wurde bereits schon oft genug erwähnt, was geändert werden muss: Uniques anpassen, Craftingsystem einmal runderneuern, 2-3 zusätzliche Sorten von Items einführen (Juwelen, Zauber/Talisman, etc.) und ganz wichtig, Items mit spezifischen Stats, die sich auf Runen und Skills stark auswirken und man somit wieder auf einem einzigen Item eine ganze Skillung aufbauen kann. Macht, dass Items nicht einfach nur meine Stats erhöhen, was unglaublich stupide ist, sondern sie meinen Charakter wirklich individualisieren, in welcher Form auch immer. Ich erinnere mich da nur zu gerne an die Open Battle.Net Zeit von Diablo 2, zusammen mit dem Hero Editor. Es hat einfach so unglaublichen Fun gemacht, irgendwelche total abgefahrenen Stats auf sein Equipment zu packen: Assassin in Druidenwolfform für WS (Wolfspeed), Teleport On Hit, alle Auren auf einmal, etc. Sowas will ich sehen! Gut, es muss natürlich schon ins Universum passen und in der Spielwelt als "realistisch" zu betrachten sein, aber ja - gibt mir irgendwelche crazy Stats, die aus einem vielleicht eher schwachem Item etwas ganz besonderes macht, sodass ich nicht immer nach DPS gehen muss.

Lasst mich aus Healthglobes kleine gemeine Fireexplosionglobes machen, sodass ich mich zwar selbst nie heilen kann (außer mit den Firewalkern, die mich jetzt in Version 3 durch Feuerschaden heilen, aber die restlichen Resistenzen senken), dafür aber mit dem AoE-Damage der Kugeln ordentlich die Gegner einheize. Oder die "Eiserne Jungfrau"-Rüstung, die mir zwar selbst immer permanenten Schaden zufügt, aber den Charakter stärker macht, je weniger Leben er hat. Habt mal Ideen, Mensch!

Natürlich wäre auch eine Erweiterung des grundlegenden Skillsystems wünschenswert. Skillrunen wieder droppen, aufwerten und diese vielleicht sogar verzaubern lassen wäre ein Schritt in die entsprechende Richtung, auch wenn dies wahrscheinlich nicht passieren wird, da es sich bei einem Addon ja stets nur um eine Erweiterung handelt und diese keine Abänderungen bestehender Kernelemente beinhaltet - abgesehen von einem MMO, was bereits etliche Jahre auf den Buckel hat. Aber hey, es ist Blizzard, komplett abschreiben will ich es nicht.

Kommen wir zum Schluss: Was hat D2 besser gemacht? Eigentlich nicht wirklich viel, gerade zu Anfangszeiten. Es war halt nur einfach eine andere Zeit. Internet war neu, Multiplayer auch für viele, genauso wie diese soziale Komponente durch den Handel und es gab auch nichts vergleichbares in dem Genre. Leider ist so ein AH heute Pflicht, jedenfalls wenn es sich um ein Massenprodukt handelt. Gott, wie hat es mich am Anfang genervt, dass PoE kein AH hat - erst dort ist mir aufgefallen, wie nützlich dieser Handelsposten doch eigentlich ist und ich mich an den "Hardcore-Handel" aus D2-Zeiten echt wieder gewöhnen musste. Der Mensch mag es halt simpel und einfach, man schaue sich nur Steam an, was zu Beginn von vielen als "Ausgeburt der Hölle" bezeichnet wurde. Nur hat Blizzard bei dem Konzept leider nicht ganz zu Ende gedacht bzw. ihren Loot auf den Handel via AH ausgelegt, wo sie ja nun doch eingesehen haben, dass dies eine Fehlentscheidung gewesen ist. Wäre die Einsicht vor dem Release gekommen, wäre das Spiel wahrscheinlich garnicht so "scheiße" und wohlmöglich auch keinen Stück "schlechter" als D2 zu Release. Loot 2.0 klingt vielversprechend und ich hoffe, dass sie mit RoS genauso viel aus D3 rausholen, wie LoD aus D2 damals.

Kurzum: Itemsystem verbessern und erweitern, Skillsystem verbessern und erweitern (umskillen abschaffen oder nur einmal im Monat erlauben ist übrigens genauso schrecklich wie zu hohe Repkosten - es sollte was POSITIVES sein, wie Synergien, die ja auch erst später in D2 hinzugekommen sind), Craftingsystem verbessern und erweitern. Sie haben Titan ja nicht umsonst weiter nach hinten verlegt, also bin ich recht zuversichtlich gestimmt (auch wenn ich D3 seit einem halben Jahr nicht mehr angerührt habe), dass Blizzard, nicht zuletzt dank der Einsicht, dass sie Fehler gemacht haben, und da sie wirklich einer der wenigen Spieleentwickler sind, die noch sehr viel aus ihren Produkten rausholen und mit der Community zusammenarbeiten, was ordentliches abliefern wird.

Von daher empfinde ich so eine Liste zu dieser Zeit auch als eher überflüssig. Erstmal abwarten was die GamesCom und BlizzCon so mit sich bringt, um zu gucken, was sie jetzt überhaupt geplant haben. Danach würde ich eher vorschlagen, gewisses Feedback und Verbesserungen zu den dann genannten Neuerungen kundzutun. Bringt glaub ich mehr, als sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, was sein und kann und sowieso, besonders da es Feedback dieser Art schon zu genüge gegeben hat über die Zeit hinweg und Blizzard sich eh erstmal darauf konzentriert, das zu präsentieren, was sie sich da ausgedacht haben fürs Addon/Loot 2.0 und die kommenden Monate.

Aber die anfängliche Frage quält mich immer noch: Welche guten Konzepte gibt es für sowas wie Gold, sodass das Jagen und Sammeln danach, was ja der grundlegende Hauptfokus des Spiels ist, wirklich Spaß macht, unterhaltsam ist und eine gewisse Befriedigung mit sich bringt?
{And I'm all alone and the fire grows and I'm all alone and the fire grows}

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#3
Ich will ja ungern als Miesmacher dastehen, aber ich bin eigentlich fast bei jedem Punkt da angeblich für D2 sprechen soll, gegenteiliger Auffassung. Die Probleme sind da in D3, aber das meiste, was hier beschrieben wurde ist einfach in D2 nie besser gewesen. Big Grin


Zitat: D2-Situation: Es war möglich durch reine Zeitinvestition ins Farmen seinen Charakter zu verbessern und Fortschritt zu erkennen
Problemlösung: Belohnungssysteme integrieren, die kurz- und mittelfristig das Farmen direkt belohnen

In D3 kann man doch auch durch reine Zeitinvestition seinen Charakter verbessern. Egal ob selffound oder dadurch, dass man am Anfang viel Zeit in AH Trading gesteckt hat. Jeder Spieler hat mal bei 0 angefangen. Und direkt aus dem AH kommt kein Item. Es muss erst in der Spielwelt gefunden werden.

Zitat:D2-Situation: Es wurde gehandelt, die stärksten Währungen haben sich durchgesetzt, mit Handel konnte man sich effektiv steigern
Problemlösung: Auktionshaus ist keine Handelsplattform, es ist nur eine Möglichkeit das Wunschitem einzugeben und dann im Zweifel zu kaufen. Gegenstände integrieren (Runen, Juwelen, Essenzen), mit denen man allein durch den Fund selbst schon Werte in der Hand hält, die man zum Handel nutzen kann.

Also aufgrund eines krassen Fehl-Deisgns im Spiel, nämlich der Tatsache, dass die eigentliche Währung zu nix zu gebrauchen war, wird jetzt ein Vorteil? Abgesehen davon war Ingame-Handel ein Graus für alle Noobs, die nie lange warten mussten, um übervorteilt zu werden. Der wahre Handel fand außerhalb des Spiels in Foren statt.Von unzähligen Stunden erfolglosen und nervigen Handelsversuchen mal ganz abgesehen.

Zitat:D2-Situation: Beste Items waren ätherisch, gingen also zu Bruch und wurden so aus dem Spiel entfernt. Am beliebtesten waren ätherische Runenwörter.
Problemlösung: Ätherische Gegenstände einführen, Reparaturkosten drastisch erhöhen oder mit gewissen farmbaren Essenzen kombinieren

Bei dem Punkt kann ich mich nur am Kopf kratzen^^ Mal ernsthaft. Wenn die besten Items ätherisch und damit dem Verfall geweiht sind, sind sie nicht die besten sondern nichts wert. Erst die Unterstörbarkeit durch Runen macht sie zu den „besten“. Da könnte man dann aber auch gleich auf Eth-Items verzichten und einfach eine bestimmte Verbesserung via Runenwort einführen. Dann kommen wir aber wieder dazu, dass Runenwörter in D2 viel zu mächtig waren. Und wenn jeder mit dem gleichen Runenwort rum rennen will, kann die Runen dafür (ohne Bots und Duping) bald keiner mehr bezahlen, weswegen sie für Normalsterbliche auch wieder kaum von Bedeutung sind Big Grin


Zitat:D2-Situation: Alle Uniques waren irgendwo sinnvoll, was auch größtenteils dem breiten Levelspektrum geschuldet war.

Das ist einfach mal Unfug, außer der Sinn vieler Uniques bestand darin, auf dem Boden liegen gelassen zu werden. Hier reicht alleine schon mal der Blick auf alle Schwerter. Und von Diablo 2 Classic reden wir besser gar nicht erst^^

D2-Situation: Charaktere waren recht individuell. Synergien und Verskillgefahr trugen dazu bei, dass jeder Charakter anders war.

Und das ist noch größerer Unfug. In D2 waren die Charaktere so individuell wie Eier im Karton. Es gab weiße, braune und welche in ein paar unterschiedlichen Größen. Ähnlich waren sie sich aber alle. Abgesehen davon, kamen Synergien erst spät und die „Verskillungsgefahr“ gibt es auch shcon lange nicht mehr, seit das Reskillen eingeführt wurde. Und selbst damals war genau das der Grund für den Frust bei vielen und mit eine Ursache dafür, dass ein Großteil der Spieler 1 zu 1 nach Guides ging, was dann wieder zu Clone-Chars führte.


Meiner Meinung nach ist es einfach nicht möglich, ein uraltes Spiel wie D2 + Addon + Patches mit einem Nachfolger direkt sinnvoll zu vergleichen, der gerade erst draußen ist. Man kann zar Punkte finden, die in der ein oder anderen Form im Vorgänger oder Nachfolger vielleicht besser gewesen wären, aber das war's auch schon. Ich finde, wirklich direkt vergleichen kann man nur die Motivation durch den Sammeltrieb in D2 und D3. Und das ist es wohl auch, was im Grunde D3 für viele "noch" zum schlechteren Diablo macht. Um das zu ändern müssen aber viele Faktoren angepasst werden. Und ob da heute D2 wirklich noch Pate stehen kann...na, ich weiß ja nicht. Für gute Verbesserungsvorschläge für D3 ist D2 in meinen AUgen einfach nicht mehr geeignet.
[Bild: gosu-info-banner-diablo3-heroes-hearthst...0_news.png]
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#4
Je mehr ich über eigene Erfahrungen in D2 rede, desto eher hab ich das Gefühl ich lebte zu meiner D2 Zeit in einer riesigen Blase Big Grin

Viele Sachen seh ich tatsächlich komplett anders. Für mich waren die Uniques z.B. alle geil, egal wann und egal welche ich gefunden hab. Jeweils für das Level halt, aber geil. Vielleicht seh ich das wirklich verzerrt. Ich werd erstmal von der Idee, so eine Verbesserungs-Ansammlung zu machen, Abstand nehmen. Es ist sicher besser, wirklich erstmal auf nächste Woche und co zu warten.
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#5
@Frynan

du stehst nicht als Missmacher da. Wenn man mal die Nostalgiebrille auszieht, dann stellt man scgnell fest, dass D2 eigentlich auf die laaaaannnnngggee Zeit die man spielte richtig mies im Vergleich zu D3 war.

Wenn mir heute einer sagt, die Vielfalt und das Gear wäre so individuell und groß gewesen, dann muss ich aufpassen keinen Lachkrampf zu bekommen.
Eine Ama mit Windforce war absolut unkaputtbar außer bei der Torchsuche, da war dann der Smiter der ultimative Held, ansonsten der Enigma Hammerdin und die Eistelesorc. Das wars dann. Immer dasselbe Gear. Nur die wahnsinnigen Skiller machen meist den Unterschied. Falls sich noch jemand an die saublöden Pergamente erinnert?

D3 ist nur im Kreuzfeuer wegen der unsäglichen Drop bzw. Rollsmechanismen und weil die Spieldesigner so clever waren nur eine Muss Waffe zu gestalten einen Muss Helm usw. Und die droppen dann ums verrecken nicht so wie man sie braucht. Alles ein wenig seltener und viele ein bisschen gleicher und weniger diskrepanz zwischen Wahnsinnsgegeared und mittelmaß und wir würden diese Unterhaltung nicht führen.

Es ist wie du schon sagtest, das Gerüst von D3 ist der Knaller.....


Ich weiß gar nicht was alle gegen das Skillsystem haben oder dagegen die Attribute nicht selbst vergeben zu dürfen, das war doch scheiße. Der elende Skillbaum, und jedesmal einen neuen Helden durch drei Akte schleifen...poah ne, das war sowas von &%//"§.
LG

Isaya
[Bild: 6GF8x0j.jpg]
[Bild: 8VyeSrk.jpg][Bild: ennxeJJ.jpg][Bild: FeEnUii.jpg][Bild: CoShor5.jpg]
[Bild: TqMGb1O.jpg][Bild: sMCq3gO.jpg][Bild: 8iBj8AN.jpg][Bild: MKlOTGM.jpg]
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#6
isayara schrieb:Ich weiß gar nicht was alle gegen das Skillsystem haben oder dagegen die Attribute nicht selbst vergeben zu dürfen, das war doch scheiße. Der elende Skillbaum, und jedesmal einen neuen Helden durch drei Akte schleifen...poah ne, das war sowas von &%//"§.

THIS! :grin:

Ich finds saugut, dass ich eben nicht 2 Chars für 2 verschiedene Builds brauche. Hier brauche ich allenfalls etwas anderes Equipment um einen anderen Build zu spielen.
So kann ich dann beliebig zwischen Archon und CM-Wiz switchen, je nachdem worauf ich Lust habe oder kann einfach mal andere Skillungen "on the fly" ausprobieren.
Ich würds sogar gern sehen, wenn sie noch die Möglichkeit für Skill-Sets einbauen würden, so dass man zum Beispiel 5 verschiedene Builds speichern und per Knopfdruck wechseln kann..

Ich seh D2 auch nicht als so viel besser als D3 an. Ich finde D3 hat noch massig Potential um D2 10x zu übertrumpfen. Eben ein gutes Grundgerüst :wink2:
Und jetzt liegt es an Blizzard diese Chancen zu nutzen und Dinge einzubauen, die die Motivation und unseren Sammeltrieb fördern, wie damals die Runen etc. aus Lord of Destruction.

Ich glaub Blizzard wird mit dem Addon einiges richtig machen und mit dem zweiten dann nochmal ne Schippe drauflegen. :wink2:
Es hat noch viel Potential..
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#7
isayara schrieb:Ich weiß gar nicht was alle gegen das Skillsystem haben oder dagegen die Attribute nicht selbst vergeben zu dürfen, das war doch scheiße. Der elende Skillbaum, und jedesmal einen neuen Helden durch drei Akte schleifen...poah ne, das war sowas von &%//"§.

Was denn, war doch lustig! Also, ich hab niemanden gesehen, der sich mit einem 99 Char durch den Content hat ziehen lassen, um im Anschluss binnen Minuten bei den Kühen von Level 1 auf Level 80 zu springen - als es noch möglich war. Aber dann haben sie das Rushen ja etwas eingedämpft... argh.

Ja, eigentlich war Diablo 2 (aus heutiger Sicht) ziemliche Grütze. Wenn ich mir vorstelle, wie unglaublich selten ich in den 10 Jahren ein gutes Unique oder eine entsprechende Highend Rune gefunden habe oder wie oft ich an den behinderten Strong-Blitzern krepiert bin. Und ich hab mich nicht drüber aufgeregt. Es war mies gebalanced, gerade was so manche Uniques und Runenwörter betrifft oder gewisse Paladine mit ihren Hämmern. Das Skillsystem war für One-Button-Doofe und ein Großteil hat eh nur abgeschrieben. Also, ich hab selten mehr als zwei Skills benutzt mit einem Build. Und dann gabs halt noch die ganzen Dupes und Tradehacks und Mulechars. Wenn ich heute Mulechars anlegen müsste, würde ich KOTZEN!

Aber hey, ich habs gefeiert - wegen dem Battle.Net, meiner Gilde, dem Chat (sowas wie ICQ kannte ich damals glaub ich noch garnicht), dem Chatjuwelen zum Draufklicken (ernsthaft, wofür war das Ding eigentlich gut - weiß ich bis heute nicht :grinSmile, Kühen und weil man halt noch jung war und eh alles gefeiert hat. War halt alles neuer geiler Scheiß. Es gab wenig Spiele, die mir damals keinen Spaß gemacht haben, aber ich weiß nicht, ob ich ohne LoD und den ganzen zusätzlichen Kram (Runen, Juwelen, Crafted Items, Zauber, 2 Klassen und den ganzen Haufen Uniques) ein Diablo 2 je so lange gespielt hätte.

Von daher, erstmal Addon abwarten, aber ein Diablo 2 mit besserer Grafik und Co. würde ich heute nach 10 Minuten in die Ecke legen, wenn ich es nicht kennen würden und es somit keinen Nostalgiebonus hätte.
{And I'm all alone and the fire grows and I'm all alone and the fire grows}

[Bild: 6G9OLLC.jpg]
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#8
Ich habe D2 auch lange gespielt und es war das Spiel seiner Zeit, doch richtig geil wurde D2 für mich durch den Mod Median XL. Kennt den jemand?

Falls ja, dann stelle ich hier mal die behauptung auf, hätten sie Brother Laz am Disign und Gameplay von D3 mitwirken lassen, wärs von Anfang an ein Knaller gewesen:grin:

LG

Isaya
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#9
WhiteCloud schrieb:dem Chatjuwelen zum Draufklicken (ernsthaft, wofür war das Ding eigentlich gut - weiß ich bis heute nicht :grinSmile

Tja, das haben sich viele sehr lange Zeit gefragt, bis einer von Blizzard endlich zugegeben hatte, dass dieser Juwel keinen aber auch wirklich gar keinen Zweck erfüllt.
War wohl ein Blizzard Inside-Gag. Ich bin sicher die haben sich über das ständige Rätselraten der Community schlapp gelacht.. :wink2:

btw. scroll hier mal ganz runter. Fällt dir was auf? :grin:
Diablo III – Offizielle Communityseite
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#10
@Riddler

jetzt bin ich aber neugierig:grin:

Meinst du den komische Juwel der die Farbe ändert wenn man drauf drückt??

LG

Isaya

EDit:

ich finde diesen Thread schon sehr sinnvoll, hier kann man nämlich schön erkennen und erörtern wie gut war D2 gegenüber D3. Oder sieht man es nur aus der sicht der rosaroten Brille, weil man bei D2 halt einfach alles hatte was so geht? Nein, guter Thread.
[Bild: 6GF8x0j.jpg]
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