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Diablo 3 Begleiter – Templer, Schuft, Zauberin: Update und Reaktionen

Am frühen Morgen des vergangenen Freitag überließ Blizzard die Vorstellung des Diablo 3 Spielsystems der Followers zahlreichen internationalen Webseiten (#1;#2;#3;#4;#5;#6), die jeweils noch ein kurzes Interview mit einem der Entwickler des Spiels führen durften, bevor man selbst im späteren Verlauf des Tages nachzog und die Followers auch auf der offiziellen Seite präsentierte.

Dem entsprechenden Eintrag auf Blizzards Diablo 3-Seite ist zu entnehmen, dass die Followers auf deutsch nun offiziell ‘Begleiter’ und nicht ‘Gefolgsleute’ heißen und auch der Scoundrel wurde nicht mit Schurke oder Halunke sondern mit ‘Schuft’ übersetzt.

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Ansonsten lassen sich der offiziellen Seite keine Informationen entnehmen, die nicht bereits auf unserer Informationsseite zu den Diablo 3 Begleitern zu finden waren, dafür jedoch zwei neue Screenshots und drei neue Artworks, die die Zauberin, den Templer und den Schuft zeigen.

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Wesentlich interessanter sind da schon eine ganze Reihe von Beiträgen zu den Begleitern, die Diablo 3 Community Manager Bashiok seit Freitag in mehreren Threads (#1;#2;#3) der offiziellen Battle.net Foren erstellte. Darin erklärte er unter anderem einen Umstand, der in keinem der vorherigen Interviews eindeutig von Jay Wilson und Co. hervorgehoben wurde, die lieber über die Vielseitigkeit der Skills, mögliche Taktiken, Story und die Persönlichkeit der Followers sprachen; nämlich den, dass die Begleiter lediglich auf dem Schwierigkeitsgrad ‘Normal’ als wirkliche Unterstützung zu gebrauchen und nicht Endgame-relevant sind!

“[singlepic id=770 w=80 h=80 float=left]Es wird schwer für die Begleiter, jenseits des Schwierigkeitsgrades Normal am Leben zu bleiben; und wenn sie nicht leben, kann man als Spieler nicht von ihren Boni profitieren. Ich bin mir sicher, Spieler werden versuchen, dies zu verhindern und sollten idealerweise dabei scheitern. Tun sie das nicht, werden wir sicherstellen, dass Begleiter nicht Teil von End-Game MF [Magic Find] Gleichungen sein werden.”

Diese Äußerung brachte den Community Manager dann in ernsthafte Erklärungsnöte, denn dass Blizzard ein großes Feature von Diablo 3 vorstellt, welches letztendlich nur im Singleplayer-Modus (offline, sowie online) und dann auch nur auf dem ersten – bereits ausdrücklich als sehr einfach von Blizzard beschriebenen – Schwierigkeitsgrad nutzbar sein soll,  stieß bei vielen Usern schlichtweg auf Unverständnis. Dabei wurde als Hauptgrund von Bashiok immer wieder betont, die Hauptaufgabe der Begleiter im Spiel sei es lediglich, Einzelspieler an kooperatives Zusammenspiel zu gewöhnen und sie so an den Mehrspielermodus heranzuführen, sie böten jedoch darüber hinaus für alle Spieler ein Mehr an Story-Elementen, die es ermöglichten, tiefer in die Geschichte von Diablo 3 einzutauchen.

Auszüge weiterer interessanter Textpassagen aus verschiedenen Beiträgen:

“[…]Es existieren aktuell keine Pläne, hinsichtlich der Begleiter, über die aktuelle Ankündigung hinaus, doch ich wäre nicht überrascht, wenn sie in Zukunft in der ein oder anderen Weise von Bedeutung sein würden.[…]”

“Ursprünglich waren die Begleiter im Mehrspielermodus verfügbar, und sie sind es tatsächlich aktuell aufgrund eines Bugs immer noch in der aktuellen Version, die wir spielen. Wenn man unglücklicherweise einen Hexendoktor steuert, ist das schlicht Wahnsinn: acht Charaktere rennen dann herum und zusätzlich Unmengen möglicher Pets. Das ist ein heilloses Chaos. Dies ist der ausschlaggebende Punkt, warum Begleiter nicht in Mehrspielergefechten einsetzbar sind[…]”

“[…]In Mehrspielerpartien wählen wir alle den Templer und wie aus dem Nichts haben wir vier Clone herumrennen, alle mit der selben Stimme, die die selben Dinge sagen…das wird sehr schnell sehr verrückt, weil sie auch dazu neigen, ab und an ein wenig zu sprechen. Und vier Begleiter, die sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu Wort melden, können ziemlich nervig sein, wenn man versucht sich mit seinen Freunden zu unterhalten[…]”

Halten wir bezüglich der Begleiter in Diablo 3 also fest:

Sie sind eigentlich kaum mehr mit dem System der Söldner aus Diablo 2 zu vergleichen und es ist vielleicht sogar etwas unglücklich gewesen, beide Systeme in den diversen Interviews in einem Satz zu erwähnen, da so zunächst gewisse Erwartungen bei ehemaligen oder noch aktiven Diablo 2 Spielern geweckt wurden, die schlichtweg nicht mit der Konzeption von Diablo 3 zu vereinbaren sind. Begleiter sind in Diablo 3 ein kleines Randelement, welches vor allem zwei Spielergruppen Freude bereiten dürfte: den absoluten Anfängern, die wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, und jenen, die sich für Story-Elemente begeistern können. Begleiter sind eindeutig kein Feature für Diablo Spieler, die sich selbst wohl als “Hardcore-Zocker” bezeichnen würden und für die letztendlich nur Spielelemente von Bedeutung sind, die im Endgame des Mehrspielermodus relevant sind. Das ist an sich vollkommen in Ordnung. Ärgerlicher ist es  jedoch für diese Gruppe, wenn in bester PR-Manier ein solch vergleichsweise unbedeutendes Feature angepriesen wird, als sei es eben viel mehr als nur eine Verknüpfung von Noob-Einstiegshilfe und Story-Elementen.
Wenn Entwickler von verbesserter KI, individuell zu bestimmenden Skills und taktischen Möglichkeiten sprechen, dann wird eben die Erwartung geschürt, dass einem hier von einem Haupt-Feature – und sei es nur eines im Einzelspielermodus – vorgeschwärmt wird und nicht von einem geschickt integrierten Koop-Tutorial.

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