Nach längerer Pause meldet sich nun auch Jay Wilson wieder einmal zu Wort. Die Kollegen von buffed.de hatten nämlich Gelegenheit dem Lead-Interview-Designer ein paar Fragen zu stellen. Allerdings wollte er von den sieben Fragen eigentlich nur fünf einigermaßen klar beantworten und bei denen ist auch nicht unbedingt viel herausgekommen. Neben den Themen Einzel- vs. Mehrspieler, Konsolenumsetzungen und Einflüssen durch WoW, ging es auch um Spielabschnitte und das aus Diablo 2 bekannte Löschen von Charakteren bei Inaktivität.
buffed.de: Diablo-2-Charaktere wurden nach einigen Monaten Inaktivität im Battlenet gelöscht. Kann das in Diablo 3 auch passieren?
Jay Wilson: Nur über meine Leiche. Es ist eine geradezu geschäftsschädigende Idee, mühsam aufgebaute Charaktere zu löschen – und es braucht ja heute kaum Speicherplatz, sie zu behalten.
So ist wohl ausgeschlossen, dass man nach einigen Monaten Diablo-Pause, seine Charaktere nicht mehr vorfindet, weil diese gelöscht wurden. Weiterhin bekräftigte er nochmals, dass sich Diablo 3 zwar für eine Konsolenumsetzungen anbieten würde, Blizzard aber noch keine Pläne in dieser Richtung hat. Zum Einfluss von WoW auf Diablo 3 meinte er, dass sie sich natürlich von anderen Spielen beeinflussen lassen würden. Allerdings nicht wegen eigener Ideenarmut, sondern weil andere Spiele auch gut sind und das schließe WoW mit ein.
Angesprochen auf die Gewichtung vom Einzel- gegenüber dem kooperativen Mehrspieler erklärte Wilson, dass sie keine großen Unterschiede zwischen den beiden machen würden. Kommt ein Freund ins Spiel, werden einfach die Gegner stärker, aber dafür gibt es mehr Erfahrung und Beute. Insgesamt will Blizzard die Anreize erhöhen mit anderen zu spielen und unerfahrenen Spielern ein wenig die Scheu vor dem Mehrspielermodus nehmen.
Ein weiterer interessanter Punkt war die Erwähnung sogenannter „stop-points“, die vielleicht ein Hinweis auf das kommende Speichersystem sind. So gibt es solche Punkte wohl nachdem man beispielsweise einen Boss getötet oder eine Dungeon-Ebene leer gefegt hat. Danach soll der Spieler entscheiden können, ob er weitermacht oder aufhört. Das klingt ein wenig nach den Brunnen aus Titan Quest. Sobald man einen solchen aktiviert hatte, wurde man dort nicht nur wiederbelebt, sondern begann das Spiel nach dem Verlassen wieder am letzten aktivierten Brunnen.
















