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Diablo 3

Blizzard eröffnet Diablo Youtube Kanal

Von Freynan am Samstag 21 August, 2010 um 19:59 Uhr

Nachdem Blizzard bereits seit geraumer Zeit mit einem Diablo Profil auf der Social-Community-Plattform Facebook vertreten ist und via Twitter mehr oder weniger informative Infohäppchen verbreitet, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich der kalifornische Entwickler auch dem Videoportal YouTube zuwendet, um dort einen Diablo Kanal zu eröffnen.

Dies ist nun geschehen, wie Blizzard gestern auf der offiziellen Website bekannt gab. Der Diablo Youtube Kanal ist eröffnet.  Dort können sich interessierte Diablo-Fans in Zukunft offizielles Bildmaterial von Diablo 3 in HD zu Gemüte führen.

Aktuell ist der Kanal mit dem ersten Diablo 3 Cinematic-, dem Mönch- und Zauberer sowie dem Karawanen-Info-Trailer noch recht dünn bestückt.

diablo_youtube

Auch die Kollegen von inDiablo hatten die Gelegenheit, Lead-Desginer Jay Wilson ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Herausgekommen ist dabei ein Video-Interview (Teil 1 & 2) von knapp 30min Länge. Nach fast einem Jahr ohne wirklich neue Informationen, weiß man dieser Tage fast gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Aber kommen wir mal zu dem eigentlichen Interview, in dem es viele neue Kleinigkeiten zu entdecken gibt, die wieder einmal mehr Appetit auf Diablo 3 machen und das ist, nach der langen Durststrecke, mal wieder richtig nötig gewesen.

Die Fragen nach dem PvP-Modus und dem Designprozess ergaben dabei noch keine großartigen Neuigkeiten. Auf die Problematik, dass Rüstungssets meistens ihren Sinn verloren hatten, sobald man alle Teile zusammen hatte, wurde es dann interessanter, wenn auch nicht ergiebiger. Wilson stellte nämlich nur klar, dass Blizzard sich dieses Problems bewusst sei und sie auf jeden Fall etwas daran ändern werden. Da sich Sets aber zur Zeit erst im Designprozess befinden, konnte er nichts weiter dazu sagen, außer dass sie ihren Weg nicht ins Spiel finden, sollten sie keine Lösung für das Problem finden. Angesprochen auf die Kämpfe mit Bossen erklärte er, dass sie sich nicht mit World of Warcraft vergleichen ließen, weil es nicht so sein wird, dass jeder Spieler mit seiner Klasse eine bestimmte Rolle (Tank, Heiler etc.) verkörpert. Stattdessen werden sie eher eine aufgebohrte Version der Bosskämpfe aus dem Vorgänger sein. An dieser Stelle verglich Wilson wieder einmal mit denen aus der Zelda-Reihe, in der die Bosskämpfe immer in verschiedenen Phasen ablaufen.

ss-20100818_07 Zu der Frage, woran das Team zur Zeit arbeite, ließ er durchblicken, dass das ganze Team über die Arbeit an allen vier Akten verstreut sei und sich somit auch alle Akte in der Produktion befinden. Eine kleine Abteilung arbeite aber auch noch verstärkt am ersten Akt, weil das Team noch nicht mit der Präsentation der Quests und der Geschichte zufrieden sei. Angesprochen auf die Schwierigkeit verschiedene Ressourcen-Systeme für die Klassen vernünftig auszubalancieren, meinte Wilson, dass es einfach ein Matheproblem sei und zwar wie viel Schaden pro Sekunden mit wie viel einer bestimmte Ressource ausgeteilt werden könne. Er ging dann aber auch noch ein wenig mehr ins Detail und erklärte, dass sie die Instability-Ressource für die Zauberin wieder aus dem Spiel genommen hätten. Stattdessen würde es jetzt die sogenannte „Arcane Power“ geben, dass eine leicht abgewandelte Form des bekannten Mana-System zu sein scheint. Der Mönch wird „Spirit“ nutzen, was, nach Wilsons Aussage, das System ist, mit dem sie am zufriedensten sind. Dazu bauen die Kombos, die der Mönch anwenden kann, „Spirit“ auf und ermöglichen damit besondere „signature skills“, unter denen es Attacken, aber auch Fertigkeiten gibt, die eine Flucht oder Erholung ermöglichen.

ss-20100818_06 Auf die Frage, ob es mehr bekannte Figuren aus den Vorgängern geben wird, meinte Wilson, dass er gerne mehr davon ins Spiel bringen würde und es auch einige bekannte Gesichter zu sehen geben wird. Dabei sprach er explizit von der Hexe Adria, die den Helden im ersten Teil mit allerlei magischen Utensilien versorgte. Laut Wilson soll sie sogar eine recht wichtige Rolle in Diablo 3 erhalten. Aufgrund ihrer Funktion in Teil 1 wäre sie gut als der Mystiker unter den Handwerkern im neuen Crafting-System vorstellbar. Auch einige der Klassen aus dem zweiten Teil sollen als NPCs im Spiel auftauchen. Um beim angesprochenen Crafting-System zu bleiben, erklärte Wilson im Folgenden, dass es herstellbare Gegenstände im Spiel geben wird, die die besten in ihrem Bereich sein werden. Somit bleibt das Crafting nicht nur etwas für den Anfang des Spiels, sondern kann auch im Endgame immer noch eine Rolle spielen. Jedenfalls sollen die Spielfiguren am Ende eine gute Mischung aus den verschiedenen Arten von Gegenständen tragen und nicht nur legendäre oder nur hergestellte. Bei seinen Ausführungen verglich Wilson das Crafting-System an einer Stelle auch mit dem Gambling aus Diablo 2, weil der Spieler nie genau wüsste, welche Eigenschaften ein Gegenstand nach der Herstellung haben wird.

ss-20100818_09 Die Edelsteine in Diablo 3 werden, von ihren Werten und Effekten her, sehr an die Äquivalente aus dem Vorgänger angelehnt sein. Die angekündigten 14 Stufen der Edelsteine stehen aber noch nicht fest. Rechnet man nämlich zurück, so bräuchte man für die Herstellung eines einzigen Edelsteins der besten Stufe ganze 19.683 Edelsteine der Stufe fünf. Es könnte also sein, dass es entweder nicht 14 Level geben wird oder man auf den höheren Leveln nicht mehr drei, sondern weniger Edelsteine braucht, um einen der höheren Stufe herzustellen. Angesprochen auf andere Gegenstände, die man in die Sockel stecken kann, meinte Wilson, dass es eventuell noch so etwas geben wird. Vielleicht nicht mit dem Hauptspiel, sondern mit einem AddOn, aber die Ideen dafür sind da.

ss-20100818_02 Auf die Frage nach weiteren Möglichkeiten die eigene Spielfigur zu personalisieren, kam kurz der Talisman auf, den es sicher geben wird, aber zu dem er keine Informationen geben wollte. Was er aber verriet war, dass es Färbemittel geben wird, mit denen man seine Ausrüstung einfärben kann. Bisher seien 15 verschiedene Farben implementiert. Des weiteren bestätigte er nochmals Achievements, aber er schloss „Grinding-Achievements“, für die man beispielsweise eine bestimmte (sehr hohe) Anzahl eines Gegnertyps töten muss, aus. Auf die folgenden Fragen nach der Story und Charakteren machte er natürlich wieder nur vage Andeutungen, aber alles vor dem Spiel zu verraten, würde das Spielerlebnis am Ende auch nur schmälern.

Nach dieser erneuten, anstrengenden Lesestunde, entlasse ich die Klasse, bei diesem schönen Wetter, fürs Erste nach draußen. Wer sich lieber noch ein wenig bilden will, kann sich nochmal folgende Links zu Gemüte führen; sofern noch nicht geschehen.

Alle Infos zum neuen Diablo 3 Crafting-System
Alle Diablo 3 Infos, Videos und Bilder von der Gamescom 2010

Im Zweiten Teil des aufschlussreichen PC Games Interviews spricht Jay Wilson zunächst kurz die Auswirkungen beim Ableben des Charakters in Diablo 3 an. Demnach wirke sich der Tod des Spielercharakters lediglich negativ auf die Ausrüstung aus, für deren Instandsetzung dann ein gewisse Goldbetrag fällig werde.

Spielern direkt an den Goldbeutel wolle man nicht, da diese auf die Idee kommen könnten, ihr Zahlungsmittel auf andere Charaktere auszulagern und der Tod somit kaum eine Strafe darstelle. Man habe sich dazu entschieden, so Wilson, Spieler nach dem Tod ihres Bildschirm Alter-Egos nicht mehr bis zum tatsächlichen Sterbeort laufen zu lassen, um ihre Habseligkeiten einzusammeln, sondern sie an bestimmten Check-Points zurück ins Spiel zu bringen, da alles andere sich eher kontraproduktiv  auf den Spielspaß ausgewirkt hätte.

Dem vor kurzer Zeit nach einem Bashiok-Beitrag aufgekommenen Gerücht, wonach sich gewisse Skills auf das Aussehen des Charakters auswirken würden, erteilte Wilson eine Absage. Es gäbe lediglich einige Fähigkeiten, die einen optischen Effekt im Umkreis des Charakters hervorriefen.

Die schon längere Zeit wieder aus Diablo 3 verbannten Großaufnahmen von Charakteren und NPCs in Dialogszenen wurde entfernt, weil sie, laut Wilson, eine Release-Verschiebung von etwa zwei Jahren bedeutet hätten. Ihre Erstellung sei schlichtweg zu arbeitsintensiv und teuer gewesen. Obendrein hätten sie die Charaktere auf dem Bildschirm überdeckt und das habe man ebenfalls nicht gewollt. Zum selben Thema wurde im vergangenen Jahr noch gesagt, dass man die großen Dialogfenster abgeschafft habe, weil sie den Spielfluss hemmten.

Echtzeitberechnete Zwischensequenzen (eng.: Cutscenes), wie im kürzlich von Blizzard veröffentlichten StarCraft 2, würde es in Diablo 3 nicht geben, sagte Wilson. Man habe diesbezüglich zwar Überlegungen angestellt, doch Ingame-Cutscenes dieser Art seien bei fünf Charakterklassen in je weiblicher und männlicher Form, 18 verschiedenen Rüstungs-Sets und den vielen NPCs schlichtweg nicht umzusetzen gewesen. Abgesehen davon bliebe man so flexibel und könne etwa hier und dort noch eine Quest hinzufügen, ohne auf das Problem zu stoßen, eventuell diesen NPC nicht für die Filmsequenzen gerendert zu haben.

Zwischen den Zeilen verriet Wilson auch noch, dass man bei einem Spiel wie Diablo 3 etwaige Expansion-Packs lange im Voraus planen müsse. Wenn man etwa, wie in Diablo 2, den Namensgeber schon im Hauptspiel als Endgegner präsentiere, müsse man genau wissen, wie man in einem Add-on weiter verfahren wolle. Ansonsten würde es sehr schwierig. Man habe in Diablo 3 sehr viel Zeit in die Entwicklung der Geschichte investiert, fügte Wilson ergänzend hinzu.
Da Erweiterungen meist neue Inhalte böten, um das End-Game zu erweitern, so Wilson, müsse man auch dafür sorgen, dass Spieler, die bereits einen Titel bis zu dem Punkt gespielt hätten, an den das Add-on anknüpfe, auch direkt dort wieder einsteigen könnten. Im Fall von Diablo 3 garantiere man dies dadurch, dass einmal erstellte Charaktere im Battle.net nicht mehr gelöscht würden.

Bezüglich des Finanzierungsmodells wollte sich Jay Wilson nicht näher äußern, da dieses noch nicht feststehe. Er deutete jedoch an, dass es auch bei Diablo 3 verschiedene Finanzierungsmodelle geben werde, die auf spezifische Regionen abgestimmt seien.

Diablo 3: Infos zu Handwerkern, Schmied-Quest Stash und Inventar
Alle Infos zum neuen Diablo 3 Crafting-System
Alle Diablo 3 Infos, Videos und Bilder von der Gamescom 2010

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder: In einem ausführlichen und interessanten Interview gegenüber der PC Games verriet Diablo 3 Lead Designer Jay Wilson zahlreiche Neuigkeiten zum Entwicklungsprozess von Diablo 3 und nahm an einer Stelle tatsächlich das Wort “final” in den Mund, was ihm ansonsten nahezu unmöglich abzutrotzen ist.

Aufgrund der Länge des Interviews und dessen hohem Informationsgehalt wird die Auswertung in zwei News erfolgen. Los geht’s:

diablo3_artisans_blacksmith Eines der Hauptthemen des Interviews stellte natürlich das am Mittwoch vorgestellte Crafting-System von Diablo 3 dar, bei dem Händler in einer Karawane den Helden begleiten und ihm Dienstleistungen anbieten, wie etwa die Erstellung von Rüstungen, Waffen, Zauberstäben, Ringen, Runen etc, das Zusammenfügen von Edelsteinen, Verzauberungen, Sockelungen und noch einiges mehr. Dabei können die Handwerker in ihrer Stufe aufsteigen, wenn der Spieler ihnen eine gewisse Menge Gold und Materialien übereignet, die er aus dem zerlegen von Gegenständen in ihre Bestandteile erhält.

Wie Wilson im Interview verriet, wird man dem ersten Handwerker (es wird der Schmied sein) im ersten Drittel des ersten Aktes begegnen. Der letzte der drei Handwerker erwartet den Spieler zu Beginn des zweiten Aktes.

Bevor sich die Handwerker dem Tross des Helden anschließen, muss man in Diablo 3 jedoch einige Aufgaben für sie erledigen. Über die Quests der Handwerker (eng.: Artisans) äußerte sich Wilson ebenfalls.
Der Schmied (eng.: Blacksmith) habe seine Familie beim Angriff auf Tristram verloren. Die ehemaligen Familienangehörigen zögen nun als willenlose Zombies umher und der Held möge sie doch endlich von diesem grausamen Schicksal erlösen. Der Juwelier (eng.: Jeweler) sei in der Welt von Sanktuario unterwegs, um einen wertvollen Edelstein zu suchen, von dessen Verkauf er sich enorme Gewinne erhoffe. Dieser sei ihm jedoch unzugänglich, da einige Höllenschergen zwischen ihm und dem Stein stünden, weswegen ihm ein Held natürlich sehr gelegen komme, der ihm dieses Hindernis aus dem Weg räumet. Über die Quest des Mystikers ( eng.: Mystic) konnte Wilson leider nichts berichten. Er kenne sie schlichtweg nicht.

Das Handwerkssystem in Diablo 3 sei absichtlich so gestaltet, dass Spieler zum Aufstufen der Handwerker diesen nicht stundenlang bei der Herstellung von Gegenständen über die Schulter schauen müssten, wie es beim Crafting in Wow der Fall wäre, sondern diesen einfach immer wertvollere Materialien und mehr Gold zahlen müssten. Wer reich genug ist, könne dann auch seine Handwerker direkt auf die maximale Stufe bringen.

Um Gegenstände zu zerlegen benötigt man – wie bereits bekannt – einen bestimmten Gegenstand, den man im Verlauf des Spiels – ähnlich wie den Horadrimwürfel am Anfang des zweiten Aktes von Diablo 2 – findet und der daraufhin im Inventar anwählbar ist. Nach einmaliger Benutzung würde dieser jedoch verschwinden und stattdessen sei ein Button anwählbar.

ss-20100818_04 Das Inventar in Diablo 3, wie es in den jüngst von Blizzard veröffentlichten Screenshots zu sehen ist, sei mehr oder weniger final, gab Jay Wilson im Interview preis. Man habe seit mehr als einem halben Jahr nichts mehr daran verändert. Somit ist das in Diablo 2 angewendete Tetris-System nun entgültig passeé. Stattdessen belegen größere Items nun generell zwei Inventarplätze und kleinere Gegenstände einen. Das Inventar bietet – anhand des Screenshots klar erkennbar – wesentlich mehr Stauraum, als noch im Diablo 3 Vorgänger. Doch dies sei noch gar nichts, verglichen mit dem möglichen Fassungsvermögen der Truhe (eng.: Stash) des Spielers, äußerte sich Wilson. Wenn der Spieler bereit dazu sei, für die Vergrößerung seiner Truhe tief in die Tasche zu greifen, könne der Inventar-Bildschirm der Truhe durchaus zwei Drittel des gesamten Bildschirms belegen.

Von Wilson kategorisch ausgeschlossen, wurde jedwede Art von Items, die der Spieler permanent in seinem Inventar mit herumzutragen habe, wenn er davon profitieren wolle. Somit wird es also auch Zauber (eng.: Charms), wie in Diablo 2, in Diablo 3 nicht mehr geben – was natürlich nicht zwangsweise bedeuten muss, dass es keine Charms in D3 geben wird.)

Alle Infos zum neuen Diablo 3 Crafting-System
Alle Diablo 3 Infos, Videos und Bilder von der Gamescom 2010

Am gestrigen Tage wurde im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Spielemesse Gamescom das neue Diablo 3 Crafting-System von Lead Designer Jay Wilson der Öffentlichkeit vorgestellt, anschließend beantwortete der – für diesen kurzen Auftritt weit gereiste – Wilson Fragen der anwesenden Teilnehmer. Da außer der kurzen Präsentation des Crafting-Systems seit der BlizzCon 2009 kaum mehr neue Details zum aktuellen Stand des Entwicklungsprozesses von Diablo 3 bekannt gegeben wurden, gestaltete sich die Frage- und Antwortrunde merklich zäh.

Nichtsdestotrotz wollen wir euch die während der Präsentation gedrehten Videoaufnahmen nicht vorenthalten, die nun endlich online verfügbar sind:

Diablo 3 Crafting-Feature and Q&A Panel with Jay Wilson (Part1-4)

+++UPDATE+++
Da wir mit zwei Kameras anwesend waren, haben wir für alle Komplettisten jetzt auch noch die gesamte Pressekonferenz, von der Begrüßung bis zum abschließenden Applaus, am Stück anzubieten.

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