Regelmäßig gibt Google gegen Ende des Jahres wieder, mit was Milliarden von Menschen die Suchmaschine bis dahin gefüttert haben und woraus der Internetgigant das ableitet, was man nicht nur hierzulande den “Zeitgeist” nennt.

Google Zeitgeist 2012 verzeichnet unter den zahlreichen Top 10 Suchanfragen in verschiedenen Kategorien in diesem Jahr auf Platz 5 der weltweit meist gegoogelten Suchbegriffe (im Vergleich zum Vorjahr 2011, also nicht in absoluten Suchanfragen) Hinter Whitney Housten, Gangnam Style, Hurricane Sandy und iPad 3 doch tatsächlich Diablo 3.

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In Deutschland oder den USA schaffte es Diablo 3 zwar nicht unter die ersten 10 Top-Trending-Suchbegriffe 2012, doch dafü z.B. in Norwegen oderr in Südkorea, wo die Videospielkultur einen gesellschaftlich wesentlich höheren Stellenwert besitzt. Man sieht also, dass der “Zeitgeist” trotz Globalisierung regional ein anderer sein kann.

Nichtsdestotrotz ist es schon beachtlich, welche Wellen Diablo 3 in diesem Jahr geschlagen hat, auch hierzulande. So verirrten sich alleine am Release-Tag von Diablo 3, dem 15. Mai knapp 80.000 Leute auf unsere bescheidene Fansite, was selbst die zusätzlich angeschafften Server teilweise an ihre Grenzen und darüber hinaus brachte.

Zwar konnte Diablo 3 letztendlich viele, teilweise einfach zu hohe Erwartungen, nicht erfüllen, doch angesichts Blizzards bisheriger Verbesserungen am Spiel, dem zu erwartenden PvP-Patch und weiteren Neuerungen wird Diablo 3 sicherlich auch 2013 nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden sein und sie weiterhin positiv oder negativ beschäftigen.  

Dem Zeitgeist entspricht nämlich auch, jede Gelegenheit zu nutzen, vorzugeben, sich für etwas überhaupt nicht mehr zu interessieren, es angeblich nicht zu spielen, nicht zu kaufen, es möglichst schlecht zu machen und somit gleichsam eindrucksvoll darzulegen, dass man offensichtlich doch mehr dafür übrig hat, als man anderen weismachen oder sich vielleicht selbst eingestehen möchte.

So werden uns Sätze wie: “Diablo 3, wer spielt das denn noch, da interessiert sich doch niemand mehr für?”, “Ich habe jetzt 1300 Stunden Diablo 3 gespielt, ist voll scheiße das Game” oder auch “Ich kaufe mir nieeeee im Leben die Erweiterung”  auch im kommenden Jahr weiterhin fragend, wundernd, schmunzelnd, belustigt oder gelangweilt zurücklassen.


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