Diablo 3 und Ladder-Systeme in ferner Zukunft

  • Mittwoch, 26.12 2012 - 15:03 Uhr
  • von Ysuran

In den letzten Monaten zeichnet sich im Diablo 3 Softcore-Modus eine Wirtschaftswandlung ab, die den Spielspaß vieler Spieler stetig nach unten zu schrauben scheint: Viele haben mittlerweile jede Charakterklasse auf Level 60, Höllenfeuerringe für jeden Charakter, ziemlich gutes Equipment oder suchen sich anderweitige Spielspaß-Möglichkeiten wie die Selffound-Variante oder die Flucht in den Hardcore-Modus. Dazu gesellt sich oftmals absoluter Frust über das Ausbleiben von verbessernden Gegenständen.

Dieses Problem ist nicht neu und war zu erwarten. Die Spieler werden immer stärker, durch den relativ geringen Aufwand Level 60 zu werden spielt sich das Hauptspiel ohnehin nur im Inferno-Modus ab. Mittlerweile gibt es so gutes Equipment in den Auktionshäusern, dass die Preise entweder drastisch sinken oder für wenige Stat-Erhöhungen extremst teuer sind. Dazwischen klafft eine große Lücke, die mit jedem Tag, an dem neue perfektere Items gefunden werden, größer werden wird. Dieser Verlauf ist wirtschaftlich gesehen nicht untypisch und kann nur dadurch aufgehalten werden, indem ein Abfluss von Items, Gold und/oder Charakteren geschaffen wird. Dies ist hier in allen drei Belangen nicht der Fall:
Items werden immer öfter und dadurch zwangsläufig auch immer mehr Best-In-Slot-Items gefunden. Sie verschwinden nicht, sondern wechseln die Spieler. Seelengebundenheit gibt es nicht, gesockelte Edelsteine können jederzeit wieder entfernt werden. Gold findet außer im Auktionshaus keinen Platz im Spiel, denn das Crafting ist eher untauglich, um für einen natürlichen Abfluss an Gold sorgen zu können. Charaktere sterben nicht oder werden durch suboptimale Skillungen nicht aus dem Spiel genommen (wie zu Diablo 2 Zeiten), da sie jederzeit umgeskillt werden können.

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In Diablo 2 wurde die Spielfreude mit Ladder-Seasons am Laufen gehalten.

Es gibt mehrere Wege und Möglichkeiten diese Spirale zu unterbinden oder zu bremsen. Eine dieser Möglichkeiten besteht in der Einführung einer Ladder, wie sie es bereits zu Diablo 2 Zeiten gab. In dieser wurde die Möglichkeit eröffnet, in einem Ladder-eigenen Wirtschaftssystem einen neuen Charakter zu starten. Durch den Reset von Items, Gold und Charakteren war damit ein absoluter Neustart der Wirtschaft verknüpft und damit auch der Spielspaß vieler Spieler wieder garantiert. Am Ende der Leitersaison startete eine Neue, die alten Ladder-Charaktere wurden in normale Charaktere, die dem Wirtschaftssystem außerhalb der Leiter angehören sollten, umgewandelt, sodass keine Charaktere verloren gingen.

Zu diesem Thema hat Community-Manager Vaneras im europäischen Battle.Net-Forum nun Stellung bezogen, und schloss nicht aus, dass eine Leiter später in Diablo 3 integriert werden könnte. Wenn dies der Fall sein sollte, müsste jedoch eine sorgfältige Implementierung gewährleistet werden. Genaueres konnte er jedoch nicht sagen.

Es bleibt also abzuwarten, mit welchen Mitteln Blizzard das Problem der Spielspaßstagnation in Zukunft angehen wird.

Diese Frage kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit einem Ja oder Nein beantworten. Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass wir in Zukunft ein Ladder-System bei Diablo 3 vorfinden werden, aber WÜRDE es eingebunden werden, müssten wir sehr sorgfältig vorgehen bei der Frage, wie dieses System in Diablo 3 implementiert werden kann.


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