Im Zweiten Teil des aufschlussreichen PC Games Interviews spricht Jay Wilson zunächst kurz die Auswirkungen beim Ableben des Charakters in Diablo 3 an. Demnach wirke sich der Tod des Spielercharakters lediglich negativ auf die Ausrüstung aus, für deren Instandsetzung dann ein gewisse Goldbetrag fällig werde.

Spielern direkt an den Goldbeutel wolle man nicht, da diese auf die Idee kommen könnten, ihr Zahlungsmittel auf andere Charaktere auszulagern und der Tod somit kaum eine Strafe darstelle. Man habe sich dazu entschieden, so Wilson, Spieler nach dem Tod ihres Bildschirm Alter-Egos nicht mehr bis zum tatsächlichen Sterbeort laufen zu lassen, um ihre Habseligkeiten einzusammeln, sondern sie an bestimmten Check-Points zurück ins Spiel zu bringen, da alles andere sich eher kontraproduktiv  auf den Spielspaß ausgewirkt hätte.

Dem vor kurzer Zeit nach einem Bashiok-Beitrag aufgekommenen Gerücht, wonach sich gewisse Skills auf das Aussehen des Charakters auswirken würden, erteilte Wilson eine Absage. Es gäbe lediglich einige Fähigkeiten, die einen optischen Effekt im Umkreis des Charakters hervorriefen.

Die schon längere Zeit wieder aus Diablo 3 verbannten Großaufnahmen von Charakteren und NPCs in Dialogszenen wurde entfernt, weil sie, laut Wilson, eine Release-Verschiebung von etwa zwei Jahren bedeutet hätten. Ihre Erstellung sei schlichtweg zu arbeitsintensiv und teuer gewesen. Obendrein hätten sie die Charaktere auf dem Bildschirm überdeckt und das habe man ebenfalls nicht gewollt. Zum selben Thema wurde im vergangenen Jahr noch gesagt, dass man die großen Dialogfenster abgeschafft habe, weil sie den Spielfluss hemmten.

Echtzeitberechnete Zwischensequenzen (eng.: Cutscenes), wie im kürzlich von Blizzard veröffentlichten StarCraft 2, würde es in Diablo 3 nicht geben, sagte Wilson. Man habe diesbezüglich zwar Überlegungen angestellt, doch Ingame-Cutscenes dieser Art seien bei fünf Charakterklassen in je weiblicher und männlicher Form, 18 verschiedenen Rüstungs-Sets und den vielen NPCs schlichtweg nicht umzusetzen gewesen. Abgesehen davon bliebe man so flexibel und könne etwa hier und dort noch eine Quest hinzufügen, ohne auf das Problem zu stoßen, eventuell diesen NPC nicht für die Filmsequenzen gerendert zu haben.

Zwischen den Zeilen verriet Wilson auch noch, dass man bei einem Spiel wie Diablo 3 etwaige Expansion-Packs lange im Voraus planen müsse. Wenn man etwa, wie in Diablo 2, den Namensgeber schon im Hauptspiel als Endgegner präsentiere, müsse man genau wissen, wie man in einem Add-on weiter verfahren wolle. Ansonsten würde es sehr schwierig. Man habe in Diablo 3 sehr viel Zeit in die Entwicklung der Geschichte investiert, fügte Wilson ergänzend hinzu.
Da Erweiterungen meist neue Inhalte böten, um das End-Game zu erweitern, so Wilson, müsse man auch dafür sorgen, dass Spieler, die bereits einen Titel bis zu dem Punkt gespielt hätten, an den das Add-on anknüpfe, auch direkt dort wieder einsteigen könnten. Im Fall von Diablo 3 garantiere man dies dadurch, dass einmal erstellte Charaktere im Battle.net nicht mehr gelöscht würden.

Bezüglich des Finanzierungsmodells wollte sich Jay Wilson nicht näher äußern, da dieses noch nicht feststehe. Er deutete jedoch an, dass es auch bei Diablo 3 verschiedene Finanzierungsmodelle geben werde, die auf spezifische Regionen abgestimmt seien.

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