jay-wilson_2010 Diablo 3 Lead Designer Jay Wilson im Interview mit CVG.com.

In einem der wenigen Interviews, die auf der Blizzcon 2010 geführt wurden und in der nicht die gleichen Fragen gestellt wurde, auf die es bereits im Laufe der Veranstaltung entsprechende Antworten gab, äußerte sich Jay Wilson zu den aktuellen Entwicklungen von Diablo 3. Aktuell befände man sich in einer Phase massiver Inhaltserstellungen. Man arbeite etwa hart daran die anderen Akte [3 und 4] aufzupolieren und sauber umzusetzen.

Als eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung von Diablo 3 gab Wilson die Findung des Grafik-Stils an, mit dem man aktuell sehr zufrieden sei. Hinsichtlich des Grafik-Stils sei es von Diablo 2 zu Diablo 3 ein großer Sprung gewesen. Ihm gefiele der Vergleich zwischen Comic-Büchern hin zu Comic-Verfilmungen. Eine weitere gewaltige Herausforderung sei die Erstellung der Inhalte an sich, die durch die zahlreichen Zufallselemente recht umfangreich seien, so Wilson.

Auf die Frage, wie die Erwartungen und Rückmeldungen der Fans die Entwicklung von Diablo 3 beeinflusst hätten, antwortete Wilson, dass man sich bei Blizzard sehr über das große Interesse freue und durchaus einige Änderungen auf Vorschläge aus der Community zurückzuführen seien.

“Als wir das Spiel angekündigt haben, gab es einige Kommentare dazu, dass Leichen von Monstern aus Performancegründen verschwinden würden. Jemand sagte, “Ich verstehe, warum ihr das macht, doch warum setzt ihr nicht eine Zahl fest, für Leichen, die nicht verschwinden, so dass am Ende des Kampfes noch einige davon auf dem Boden zu sehen sind?”. Das war eine gute Idee und dementsprechend griffen wir sie auf und setzten sie um.”

Einige Spannungen zwischen der Community und den Entwicklern verspüre Wilson bezüglich der Entscheidung, die manuelle Verteilung von Attributspunkten in Diablo 3 abzuschaffen, gab dieser an. Es gäbe sehr gute Gründe dafür, dass man diese abgeschafft habe.

“Leute sagen “wir mögen Individualisierungsmöglichkeiten” – Ok, dann wäre die manuelle Verteilung eine äußerst schlechte Option, weswegen wir eine bessere anbieten. Wenn sie irgendwann die Spielmechaniken sehen, die wir entwickelt haben, glauben wir nicht, dass sie ein Problem damit haben werden”

Wenn man etwas wie Diablo weiterentwickele, gäbe es zwangsläufig Reibungspunkte, fuhr Wilson fort. Das Problem sei jedoch, dass wenn man am Spiel nichts ändere, es sich nicht weiter entwickeln würde und das wäre wesentlich schlimmer. Man versuche sich also an Neuerungen und wenn diese nicht funktionieren sollten, schafften sie es eben nicht ins Spiel.

battle-net_2-0 Zu den Funktionen des Battle.net, hinsichtlich Diablo 3,  hatte Wilson im Interview eine Neuigkeit zu verkünden. Neben den neuen Standard-Features des Battle.net, wie etwa spielübergreifenden Kommunikationsmöglichkeiten, solle es für Diablo 3 spezielle Features geben. Eines dieser Features skizzierte Wilson näher:

“Zusätzlich wollen wir das Battle.net mit spezifischen Features aufwerten. Viele von ihnen werden Co-Op basiert sein und es Spielern einfach machen, zusammen ein Spiel zu betreten, zusammen zu spielen und nicht getrennt zu werden, wenn sie neue Spiele betreten. Wenn man eine Gruppe erstellt, soll es ohne weiteres möglich sein, von Spiel zu Spiel zu wechseln, ohne sich wieder neu zu sammeln, eine Lobby betreten oder sich sonst wie absprechen zu müssen.”

Zu guter Letzt äußerte sich Wilson nochmals zu der Frage etwaiger Diablo 3 Erweiterungen dahingehend, dass man keine aktuell konkreten Pläne dazu verfolge, es ihn jedoch sehr überraschen würde, wenn man keine Diablo 3 Erweiterungen veröffentlichen würde. Ähnliches sagte auch Diablo 3 Lead World Designer Leonard Boyarsky während eines Live-Interviews im Rahmenprogramm der Blizzcon Übertragung vergangenen Samstag.


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