Knapp 4 Monate ist unsere “Wishlist Rubrik” nun alt und enthält mittlerweile eine doch schon recht ansehnliche Anzahl an Beiträgen, die ein erstes Zwischenfazit zulassen, welches wir auch sogleich ziehen wollen.
Aufgrund der Tatsache, dass nicht wenige Leute das Lesen langer Texte scheuen, wie der Teufel das Weihwasser, sei an dieser Stelle vor einem recht umfangreichen Beitrag gewarnt!
Ein Punkt der Euch besonders (un)wichtig zu sein scheint, ist die Grafik, die ja einen nicht unerheblichen Teil zur Atmosphäre eines Spiels beiträgt. Hier wird entgegen des landläufigen Trends, eine Besinnung auf Altbewehrtes gefordert. Während bei einigen Neuentwicklungen zum Leidwesen vieler passionierter Spieler oftmals zuviel Wert auf eine hardwarefressende 3D Grafik gelegt wird, wobei der Inhalt, die Story oder die Gegner KI nicht selten auf der Strecke bleiben, würden sich einige Fans mit einer isometrischen 2D Ansicht, wie man sie aus dem Vorgänger Diablo 2 kennt, auch bei dessen Nachfolger zufrieden geben. Eine 3D Umsetzung oder gar das Steuern der Charaktere aus der Egoperspektive heraus stoßen auf eher wenig Gegenliebe. So mancher mag sich in diesem Zusammenhang vielleicht noch wehmütig an Klassiker wie Worms oder Monkey Island erinnern, die im 3D Gewand einfach nicht überzeugen konnten.
Um in Sachen Ansicht aber allen Wünschen Genüge zu tun, bliebe Blizzard wohl nichts Anderes übrig, als es dem Spiele zu ermöglichen, seinen Charakter aus einer frei wählbaren Perspektive durch die Dungeons zu lenken. Ob eine solche Lösung sich zur Zufriedenheit aller umsetzen ließe, ist allerdings mehr als fraglich, denn jemand, der sich in Ego-perspektive durchs Hack’n’Slay Schlachtfeld klicken möchte, dürfte auch eine entsprechende 3D Grafik erwarten.
Allerdings lautet der Tenor (beinahe) unisono : “Die Grafik ist zweitrangig“.
Doch wenn im Diablo-Orchester die Grafik nur die zweite Geige spielt, wer oder was spielt dann die erste?
Diese Frage lässt sich pauschal wohl nicht beantworten. Für einige ist das gesamte Gameplay von enormer Bedeutung, für andere die Charaktere und das Skillsystem und wiederum andere halten die Story ,die Quests und das Itemsystem für die elementarsten Bestandteile einer Diablo Fortsetzung. All diese Bereiche sind dicht miteinander verwoben.
Ein Punkt, der anscheinend niemanden kalt lässt, mal abgesehen von Anya vielleicht, ist die Atmosphäre des Spiels. Da wir die Bedeutung der Grafik hinsichtlich der Atmosphäre zu Beginn schon angeschnitten haben, lassen wir diese nun mal außen vor.
Eine etwas bedrückende, schummrige, düstere Atmosphäre, wie man sie aus Diablo 1 kennt, scheint für so manchen Diablo Anhänger recht reizvoll zu sein. Also auch hier gilt wieder : Back to the roots.
Auf eine größere Welt mit einer dichteren, epischen Story, als bei den Vorgängern will indes keiner verzichten. Nur soll diese Welt auch weiterhin interessant und abwechslungsreich gestaltet und die einzelnen Abschnitte ohne stundenlanges Umherwandern erreichbar sein.
Zu welchem Ergebnis eine langweilige, sich immer wiederholende Umgebung führen kann, stellte Hellgate: London bereits eindrucksvoll unter Beweis.
Die Befürchtungen, seitens der Fans, Diablo 3 könne dasselbe Schicksal ereilen, dürften sich allerdings nicht bewahrheiten, da die Qualitätsstandards bei Blizzard bekanntermaßen recht hoch liegen.
Im Gegensatz zu Story und Leveldesign wurde erstaunlicherweise auf einen Punkt, welcher für eine dichte Atmosphäre eigentlich unerlässlich ist, so gut wie gar nicht eingegangen. Es handelt sich hierbei um die akustische Untermalung des Spiels. Doch ich bin mir sicher, dass sich im Laufe der nächsten Wochen noch der ein oder andere dazu äußern wird, oder?
Kommen wir nun zum Gameplay, den Charakteren, deren Fähigkeiten und den Items.
In diesen Punkten ist die Diablo Community etwas zwiegespalten. Der eine Teil will schlicht und einfach mehr von allem: “mehr Charaktere, mehr Skills, mehr Items, mehr Quests…”, während der andere Teil zur Vorsicht mahnt, da Diablo 3 so leicht unübersichtlich oder imbalanced werden könnte und damit Gefahr liefe, seine Simplizität einzubüßen. Wobei der Begriff “simpel” im Zusammenhang mit Diablo durchaus positiv behaftet ist, denn die Diablo Serie fand, nicht zuletzt wegen ihrer einfach gehaltenen und übersichtlichen Art des Gameplays und der Steuerung so viele Liebhaber.
Aus diesem Grund ist das Gros der Fans, die sich in der Wishlist zu Wort meldeten auch dafür, die Steuerung und das Gameplay weitgehend unangetastet zu lassen.
Was die Charaktere angeht, so mag man die alten nicht missen und würde sie gerne, mit eventuell veränderten oder neuen Fähigkeiten, auch in Diablo 3 begrüßen können. Gleichzeitig hofft man aber auch auf einige neue Klassen, deren Gesinnung teilweise auch im Gegensatz zu der der bisherigen Vertreter des Guten stehen darf. Sprich: Es reizt die Fans, auch einmal Lakaien der Hölle gegen die Diener des Lichts in die Schlacht um die Herrschaft auf Erden zu führen. Dies wird aber wohl nur bei einem entsprechend in die Story eingebundenen Szenario möglich sein.
Der Ruf nach mehr Individualität der einzelnen Charaktere wird auch zunehmend lauter. Die Vorschläge reichen hierbei von der Auswahl des Geschlechts, über die Möglichkeit das Aussehen des Charakters selbst zu bestimmen, bis hin zur persönlichen Gestaltung, der vom Char getragenen Items.
Und mit dem letzten Wort aus dem vorherigen Absatz wären wir auch schon bei dem Diablo Thema schlechthin, den Items. Hier sind sich wohl alle einig in der Aussage:
”Ausrüstungsgegenstände kann es in Diablo 3 gar nicht genug geben!”
Die Möglichkeit, eigene Sets zu kreieren, wird hier genauso in den Raum geworfen, wie der Wunsch nach neuen Itemklassen, neuen Slots für Items, wie z.B. Schulterklappen oder Beinschienen, spezielle, sehr schwer zu ergatternde Items oder auch besondere “Funitems”.
Wo fühlen sich die Unmengen an neuen Items besonders wohl? Ganz genau, in einer extrem geräumigen Truhe. Diese kann gar nicht groß genug sein und darf auch gerne charakterübergreifend genutzt werden.
Selbstredend sollten die Items auch eine Vielzahl an neuen Attributen besitzen. Und es wäre allgemein gern gesehen, wenn dem Gold eine größere Bedeutung beigemessen würde.
Ein nicht unerheblicher Teil der Beiträge hat die Angst zum Thema, Diablo 3 könne ein zweites “World of Warcraft” werden oder zumindest in gewissen Teilen, eine große Ähnlichkeit zu Blizzards ”eierlegender Wollmilchsau” aufweisen. Gefürchtet sind hier vor allem zeitraubende Raids, instanzierte Gebiete, Items die sich kaum voneinander unterscheiden, die bunte Grafik und vor allem monatliche Kosten.
Nimmt man diese Aussagen zusammen, wiederlegen sie zumindest teilweise, das häufig hervorgebrachte Argument, Blizzard schaffe sich mit Diablo 3 Konkurrenz im eigenen Hause.
Selbstverständlich würden einige Zocker von WoW auf Diablo 3 umsteigen, doch grade die Diablo Serie dürfte diejenigen ansprechen, welche WoW, aus oben genannten Gründen, bislang eher Skeptisch gegenüberstehen. Demnach wäre ein Diablo 2 Nachfolger der sich NICHT an WoW orientiert, eher eine längst fällige Ergänzung im Blizzardsortiment, als ein Konkurrent. Wogegen ein dritter Diablo Teil, der eine großen Ähnlichkeit zu WoW aufwiese, durchaus als Konkurrent gelten kann und demnach, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht, keinen Sinn machte
Wenn ihr euch nun wundert warum einige Punkte der Wishlist im Resümee keine Erwähnung fanden, nun dies liegt einfach daran, dass die Menge an Einträgen dort noch zu gering ist, um eine sinnvolle Schlussfolgerung daraus zu ziehen.
Vielen Dank an alle Besucher die uns, bis zum jetzigen Zeitpunkt, an ihrer Meinung teilhaben lassen und auch an diejenigen, die es noch tun werden.
Ich möchte dieses Zwischenfazit mit einem Zitat des Users Stimpy001 beschließen, welches, wie ich finde, den Nagel auf den Kopf trifft und vielen Diablo Anhängern aus der Seele sprechen dürfte.
“Natürlich ist es ein schmaler Grad auf dem sich die Entwickler dort befinden, zum einen werden viele Neuerungen erwartet, damit man sich den Vorwurf eines besseren Add Ons nicht gefallen lassen muss und zum anderen soll möglichst viel so bleiben wie in den geliebten Vorgängern, tja, dafür werden sie ja auch bezahlt um so Wünsche unter einen Hut zu bringen”
Zu guter Letzt möchte ich darauf hinweisen, dass sich das Forum momentan noch ziemlich einsam fühlt und sich über etwas mehr Action sehr freuen würde ![]()
Wer Lust hat, kann uns nun auch im QuakeNet besuchen. Näheres dazu findet ihr hier.












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