logo_activision-blizzard.jpg Blizzard gab jetzt in einer Pressemitteilung bekannt, dass man weltweit etwa 600 Stellen zu streichen gedenkt, 90 Prozent davon jedoch nicht im Entwicklungsbereich. Die konstante Neubewertung von Teamgrößen und Prozessen sei für jedes Unternehmen notwendig, um auf lange Sicht erfolgreich sein zu können, wird Blizzard-Mitbegründer Mike Morhaime in der Meldung zitiert. Wie die gesamte Spieleindustrie, so müsse auch Blizzard sich den geänderten Anforderungen eines sich entwickelnden Marktes anpassen, was auch einige schwierige Entscheidungen mit sich brächte, heißt es sinngemäß weiter. Diese Notwendigkeiten machten es jedoch keineswegs einfacher, sich von einigen Mitarbeitern verabschieden zu müssen, so Morhaime.

Unpopulär sind Stellenstreichungen immer, besonders wenn sie von einem Unternehmen vorgenommen werden, welches mit erfolgreichen Umsatz- und Gewinnzahlen aufwarten kann; doch in der Tat sind sie aus unternehmerischer Sicht ab und an schlichtweg notwendig und nicht immer, wie gerne unterstellt, einzig ein Mittel den Profit noch etwas zu steigern.

Blizzard beschäftigt aktuell weltweit um die 5000 Mitarbeiter, wovon jedoch nur eine Minderheit direkt mit Entwicklungsarbeiten in Irvine betraut ist, der einzige Standort, an dem Blizzard nach der Schließung des Diablo 1 und Diablo 2 Entwicklerstudios Blizzard North entwickeln lässt. Da sind 600 gestrichene Stellen zwar schon eine Hausnummer, doch eine etwas mehr auf die Community zugeschnittene Mitteilung Morhaimes, veröffentlicht im Battle.net Forum, legt nahe, dass dafür in anderen Bereichen mit Neueinstellungen zu rechnen ist. Bei aktuell mehr als 150 als vakant ausgeschriebenen Stellen, durchaus glaubhaft. Da dürften auch die etwa 60 Entlassungen im direkten Entwicklungsbereich – darunter keine beim WoW-Entwicklerteam – kaum ins Gewicht fallen. Verglichen mit der Hire-and-Fire-Praxis so manch anderen Entwicklers, wo nicht selten ganze Studios nach der Fertigstellung eines Titels geschlossen und die Mitarbeiter entlassen werden, dürfte Blizzard nach wie vor einer der Arbeitgeber der Spielebranche sein, in welchem das Groß der Belegschaft mehr als nur ein Jahr in die Zukunft planen kann. Alle von der aktuellen Entlassungswelle betroffenen Blizzard-Mitarbeiter erhalten zudem “Abfindungszahlungen und weitere Unterstützung”, wie Morhaime in seiner Forenmeldung erklärte.


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